Anfang 2013 kam ich auf die Idee, ein sogenanntes „GeoArt“ zu erstellen. Damals gab es nichts vergleichbares in Tirol und durch meine Begeisterung zu Retro-Videogames und der in diesem speziellen Fall geometrisch einfachen Form fiel meine Wahl auf die SPACE INVADERS. Die Schwierigkeit bestand hier darin, die Caches in der Standard-Zoomstufe der Ceocaching Maps „sauber“ über- und nebeneinander darzustellen. Es kam erschwerend hinzu, dass man das Ergebnis nur schwer vor dem Publish sichtbar machen konnte, es sei denn man bastelt sich eine Vorschau mit benutzerdefinierten Markern… Das würde hier jedoch zu weit führen, vielleicht kommt zu diesem Thema mal ein eigener Artikel. Schreibt in die Kommentare, ob ich ein Tutorial zu diesem Thema erstellen soll!

Die Vorbereitung:
Ich habe mir also zwei Caches herausgesucht, deren Icons in der Standard-Zoomstufe genau nebeneinander liegen und ein Pärchen, das genau übereinander liegt. Nun musste ich nur noch die Differenz der Nord- bzw. Ostkoordinaten ausrechnen und schon hatte ich das Offset, mit dem die einzelnen Icons verschoben werden mussten. Mit diesen Informationen habe ich ein Excel-Sheet mit 30×30 quadratischen Feldern und den entsprechenden Funktionen dahinter gebastelt (Quick’n’dirty aber es funktioniert!), auf dem ich dann nur noch alle benötigten Felder in der Matrix markieren musste und schon hatte ich alle Koordinaten-Paare beisammen.

Der Outdoorteil:
Nachdem ich alle Dosen vorbereitet, Logbücher gebastelt und die grobe Wegstrecke ausgesucht hatte (ich musste sicher gehen, dass mir dort keine Mystery- oder Multifinals in die Quere kommen) ging es los. Wir sind die Strecke 4- oder 5mal abgelaufen, bis alle Dosen versteckt waren. Nur zur Erinnerung: Eine Runde hat ca. 16km. Mit meinem Garmin Oregon 300 habe ich alle Finalkoordinaten eingemessen und habe darauf geachtet, dass der Mindestabstand der Dosen zueinander überall eingehalten wird. Auch einen guten Hint bzw. Spoiler sollte man sich gleich vor Ort für jede Dose notieren. Mit den gesammelten Finalkoordinaten ging es dann wieder an den Computer.

Die Fertigstellung:
Der Rest ist eigentlich Fleißarbeit: Ich habe 46 Listings erstellt – Hier habe ich sogar darauf geachtet, fortlaufende GC-Nummern zu bekommen. Danach habe ich eine Standard-Vorlage für alle Listings und ein extern verlinktes „Header-Banner“ erstellt, das mit den grundlegenden Infos versehen wurde. So muss ich bei Änderungen, die die ganze Cacheserie betreffen nur das externe Banner ändern und nicht jedes Listing angreifen. Das oben erwähnte Excel-Sheet wurde um zwei Spalten „NordFinal“ und „OstFinal“ ergänzt und Excel rechnete mir brav das Offet von Header zu Final aus. Mit diesen Informationen konnte ich in jedem Listing einen „Additional Waypoint“ mit den Finalkoordinaten anlegen und die Rechnung für Selbige in das Listing einpflegen. Wenn man sich geschickt anstellt und immer einige Schritte gemeinsam durchführt, muss man jedes Listing nur 3-4mal angreifen. Sehr wichtig ist, dass das Standard-Template passt, denn will man hier später nochmal was ändern muss man das n-mal tun.

Das Publishing:
Bei so einem Trail möchte natürlich jeder Owner vermeiden, dass beim Publish ein oder zwei Dosen nicht gepublished werden, weil irgendetwas übersehen wurde. In diesem Fall war der Reviewer meines Vertrauens vorher informiert und schaltete mir alle Listings nach vorhergehender Prüfung gemeinsam frei.

Die Wartung:
Natürlich ist mit dem Publish die Arbeit nicht vorbei – eigentlich fängt die richtige Arbeit erst an. In diesem Fall war mein Trail so beliebt, dass er in der ersten Woche 37mal gefunden wurde. Das bedeutet natürlich, dass danach alle Logbücher voll sind. Auch heute bekomme ich regelmäßig Anfragen aus der Schweiz, Deutschland und sogar aus Skandinavien, wie der Trail am besten zu machen ist und wo geparkt werden kann… Eine grundsätzliche Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft sollte also vorhanden sein – Auch was Outdooreinsätze betrifft. Die Logbücher müssen regelmßig getauscht werden und bei 46 Dosen verschwindet hin und wieder auch mal was. Dennoch bereue ich diese Cacheserie nicht, denn sie hat schon vielen Cachern Freude bereitet, und darauf kommt es ja an.

Die Zukunft:
Es wird zu den „CITO Weeks“ im April ein Event geben, bei dem der gesamt SPACE INVADERS-Trail bewaffnet mit Müllsäcken und Greifern abgelaufen wird – Eine gute Gelegenheit für diejenigen, denen noch Dosen „mittendrin“ fehlen und natürlich auch eine gute Gelegenheit, unser Spielfeld auf Vordermann zu bringen. Ich freue mich auf euer Kommen: GC4WY55 & GC71JGW